Pfingst Keiko in den Fuldaauen

Auch in diesem Jahr haben wir das lange Pfingstwochenende genutzt, um die Outdoor-Training-Saison mit einem Trainings-Picknick in den Fuldaauen einzuläuten. Wir hätten es nicht besser treffen können. Nachdem die letzten Tage eher kalt oder sogar verregnet waren zeigt die Sonne sich heute von ihrer besten Seite. Perfektes Wetter. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Also passend um das Schöne mit dem Angenehmen zu verbinden.

Kommen wir vielleicht erstmal zu technischen Teil. Kata-Based-Sparring stand auf dem Programm. Ein Konzept das von Iain Abernethy entwickelt wurde und auf dessen Karate-Interpretation beruht. Ziel ist es die jeweiligen Kata-Anwendungen (Oyo-Waza) in Drillform so einschleifen das kein sich wiederholender Ablauf entsteht, sondern das der Übende passend auf verschiedene Bewegungsreize des Partners reagiert und frei durch die unterschiedlichen Templates der jeweiligen Kata „schwimmt“.

Wir näherten uns dem Thema über die ersten vier Templates der Kata Naihanchi. Der Angreifer eröffnet die Situation mit einem Schwinger, den wir nutzen um in den Infight einzusteigen. Es erfolgen hier schließlich Konter durch Ellenbogenschläge (Enpi-Uchi), Hammerfaustschläge (Tetsui-Uchi) oder verschiedene Formen von Stößen (Tsuki). Der Angreifer blockiert diese durch unterschiedliche Reaktionen, wie etwa Checks, Schulterstopps oder Full-Elbow-Cover. Die Aufgabe des Verteidigers ist es schließlich dies zu erkennen, zu vereiteln und einen passenden Konter anzubringen oder die Situation durch einen Takedown zu beenden.

Nach zwei Stunden waren alle in der Lage die ersten Sets locker zu verbinden. Schnell wurde jedoch klar, wieviel Arbeit von Nöten wäre um dies wirklich realitätsnah zu üben und zu verinnerlichen. Die alten Meister sprachen also nicht umsonst von „Sannen no Kata“ (Drei Jahre für einen Kata).

Zwischen und im Anschluss an das Training ließen wir den Tag im Gras oder auf Decken liegend ausklingen und genossen dabei die mitgebrachte Verpflegung, welche wieder mal sehr üppig ausfiel.

Alles in Allem also ein gelungenes erstes Outdoor-Event.

Mehr Fotos gibt’s auf unserer Facebook-Seite.

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